Samstag, 3. Juli 2021

Wieder zu Hause

Seit Donnerstag bin ich wieder zu Hause. Nach zwei Wochen im Luisenhospital war es eine große Freude, als der behandelnde Arzt diese Möglichkeit am Mittwoch eröffnet.

Donnerstagvormittag wurden die restlichen Formalitäten erledigt, das Taxi bestellt und natürlich Bea informiert. Kurz vor 10.30 Uhr wurde ich von einer freundlichen Schwester der Station 7a mit einem Rollstuhl zum Ausgang gefahren, wo Bea bereits wartet. Pünktlich kam das Taxi von Hubert Kaffee und hat uns denn nach Hause gefahren. 

Erstes Frühstüch zu Hause

Bea hatte schon den im Haus vorhandenen Rollator aus dem Keller geholt. Mit dem bewege ich mich jetzt in der Wohnung. Die verordneten Unterarmgehilfen sind für mich nicht optimal, da der Abstand zwischen Griffstück und Armstütze bei meinen langen Gliedmaßen zu gering ist. Hier bin ich aber schon mit dem Sanitätshaus im Gespräch.

In unserer Wohnung komme ich mit meinem Gefährt gut zurecht. Täglich mache ich eine Runde auf dem Laubengang auf den KRÜCKEN. Bea umsorgt mich, soweit ich es zulasse. Wir Beide müssen uns erst noch mit der neuen Situation zurechtfinden.

Bein gekühlt und ein kühles Getränk - so lässt es sich aushalten 

Bei dem schönen Wetter habe ich auch schon meinen Lieblingsplatz gefunden. Im Vorjahr haben wir zwei Sitzmöbel für den Balkon angeschafft, diese sind jetzt meine Liegelandschaft.

Zuhause habe erst einmal den Papierkram, den so ein Unfall mit sich bringt, angefangen zu erledigen Die ersten Rechnungen wurden eingereicht und der Unfallbericht für meine Unfallversicherung ergänzt und für den Versand vorbereitet. 

Von meinen Aufgaben hier im Wohnprojekt proSUN e.V. habe ich mich erst einmal abgemeldet. In der nächsten Woche gibt es den ersten ambulanten Termin zu Kontrolle. Dann wird entschieden wann die Tackerklammern rauskommen. Bis dahin ist Ruhe und vorsichtiges mit dem Thera-Training angesagt, damit ich nicht ganz schlapp werde wie 2005.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Morgen geht es nach Hause

Was gestern noch ein Plan war, wird morgen konkret. Am Donnerstagabend kann ich wieder in meinem Bett schlafen. Nicht das trotz den Bahngleisen unter meinem Fensterplatz schlecht geschlafen hätte, aber zu Hause ist zu Hause. 

Der Papierkram ist hier im Krankenhaus erledigt. Was jetzt zu Hause folgt, ist der Papierkram mit den Rechnungen für die Beihilfe NRW und den Versicherungen. Bin gespannt auf die Verhandlungen mit meiner vor vielen Jahrzehnten abgeschlossenen Unfallversicherung ausgeht.

Thera-Band in Aktion 

Meine Übungen mit den Gehhilfen ist schon eine schöne "Schufterei". Hier sind noch viele Schritte notwendig, bis eine Sicherheit und Kondition erreicht ist. Die restliche Muskulatur versuchte ich durch Übungen mit dem Thera-Band beizubehalten bzw. zu kräftigen. Auch mein Fußgelenk wird so wieder mobilisiert. 


Dienstag, 29. Juni 2021

Ende des Krankenhausaufenthalts in Sicht

Der Ausblick auf die nächste Woche ist sehr positiv. Auch wenn ich mich hier im Aachener Luisenhospital rund herum gut aufgehoben und umsorgt fühle, habe ich mich sehr gefreut, als mit  Dr. Trommer heute bei der Visite in Aussicht gestell hat, ab dem  Wochenende oder sogar Ende dieser Woche wieder zu Hause zu sein. Damit hatte ich noch nicht gerechnet. Aber jetzt wo es drauf zu geht, freue ich mich natürlich auf mein Zuhause.

Schöne Aussicht aus der Cafe-Lounge - 7. Stock

In der nächsten Woche erfolgt dann hier in der Ambulanz eine Kontolle mit Röntgenaufnahme und dann werden auch Kammern entfernt. Also es geht voran.

Seit gestern übe ich mehrmals täglich das Laufen mit KRÜCKEN und auf einem Bein. Nach einer Runde im Stationsflur bin ich schweißgebadet und erst einmal "fertig". Da muss noch viel Kondition aufgebaut werden, damit das nicht so "stümperhaft" aussieht. 


Montag, 28. Juni 2021

Mobilität - mal anders

In den letzten Tagen war ich ja etwas eingeschränkt. Mit meinem Rollstuhl war ich, wenn überhaupt, ja nur zwischen Bett und der "Keramikabteilung" unterwegs.

Meine derzetigen Spielzeuge

Ich hatte zwar bereis in der Vorwoche Unterarmgehilfen - allgemein unter bem Begriff KRÜCKEN bekann - bekommen, aber die standen bisher schön in der Eckes meines Zweibettzimmers. Dieses teile ich, welch Zufall, mit einem 84 jährigen Schreiner nach seiner Hüft-OP. Leider geht der morgen in REHA. Wir werden uns aber nicht aus den Augen verlieren - versprochen Kurt.

Moonboots mal anders

Heute bin denn das erst Mal mit meinem neuen Stiefel von OPED.DE im Flur unterwegs gewesen. Mensch war das anstrengend. Ich habe nicht geglaubt, das eine gute Woche ausreicht, um Kraft und Durchhaltevermögen zu verlieren und dies trotz der guten Verpflegung und den gelegentlichen Kraftübungen am Bettgestell und an der Matraze. Schweißgebadet kam ich jeweils von der Runde zurück. Ab heute darf ich auch mein linkes Fußgelenk wieder langsam mobilisieren., was ich natürlich auch tue, das geht auch im Liegen. Also es geht aufwärts. 

Samstag, 26. Juni 2021

Dicker Verband ab

Seit heute morgen ist der dicke Wickelverband ab und durch drei "kleine" Pflaster ersetzt worden. Erstmals könnte ich die Klammern sehen, die mal auf der Röntgenaufnahme von gestern erahnen konnt.
Die Narbe auf der Innenseite des linken Unterschenkels misst ca. 25 cm.

 
Die Reparaturstelle am Schienbein 

An der Außenseite des linken Unterschenkels ist die zweite Klammernaht. Dort befindet sich wohl die Platte für das Wadenbein drunter. Diese Naht scheint ca. 10 cm lang zu sein.

Wadenbein Reparaturstelle

In der nächen Zeit werde ich mich wohl mit Lymphdrainagen und Krankengymnastik beschäftigen müssen, denn erst einmal muss der Bluterguss raus aus dem Fuß und die Nähte abheilen.

Die Bilder von "nackten" Nähten erspare ich euch. Ist schon beeindrucken, diese Technik, die ein Ungar Humar Hültl schon im Jahre 1908 erfundert hat. Hierbei werden korrosionsfreie Metallklammern über die Wundränder gesetzt und gequetscht. Es gibt laut Wikipedia auch ein Gerät um die Klammern wieder zu entfernen. Das macht Hoffnung.

Freitag, 25. Juni 2021

Röntgenbild zeigt das ganze Ausmaß

Nachdem heute Vormittag die neuen Röntgenaufnahme gemacht wurden, war ich gespannt, wie es unter dem Verband wohl aussieht. 

Am frühen Nachmittag kam dann der Chefarzt der Chirurgie Dr. TROMMER mit der Aufnahme vom Vormittag

Mein linker Unterschenkel nach der OP

Ist schon erstaunlich, wie viele Schrauben notwendig sind um die Platten ans Schien- und Wadenbein zu fixieren und auf Dauer stabil zu halten. Es war wohl neben den auf dem ersten Röntgenbild zu sehenden Brüchen auch noch Längsrisse vorhanden, die versorgt werden mussten.

Die nächsten Wochen werde ich wohl die Füsse weitgehend "still" halten müssen, da das Bein vorerst nicht belastet werden soll. 

Heute wurde sçhon mein "Sommerstiefel" angepasst, der mich dann durch die nächsten Wochen begleiten soll.
Mein modischer "Sommerstiefel" bei der Anprobe -
noch am falschen Bein

Bin gespannt, ab wann ich den tragen darf. Hoffe nur, dass es in den nächsten Wochen keine Hochsommertemperaturen von 30 Grad gibt.

Wieder ohne Metallgestell!!

Nach sechs Tagen mit dem Fixateur bin ich die Anleihe aus dem Metallbaukasten seit gestern Nachmittag wieder los.

Versorgter Bruch nach der OP

Durch die verabreichten Medikamente habe ich so gut wie keine Schmerzen, nur ein komisches Gefühl am linken Unterschenkel, was ja auch nicht verwunderlich ist. 

Wie die nächsten "Schritte" dann sind, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich denke aber es wird meine Geduld gefragt sein. Die aufmerksame und umsichtige Versorgung hier im Luisenhospital macht es mir leicht nicht ungeduldig zu werden.

Eine Belastung des linken Beins muss nach Aussage des Physiotherapeuren noch warten. Bin gespannt auf die Röntgenaufnahme von Bein, die heute noch gemacht werden sollen. Dr. Trommer wollte im Laufe des Tages damit mal vorbei kommen.