Freitag, 18. September 2026

Berlin, Berlin ....

... ich war mal wieder in Berlin. 

Es war eine politisch organisierte Kurzreise in die Bundeshauptstadt als Gast des Aachener B90/Die Grünen Abgeordneten MdB Lukas Benner - der wie sich in Berlin herausstellte - im gleichen Ort aufgewachsen ist, wie ich vor über 60 Jahren. Es handelt sich um den Ortsteil Rott der Gemeinde Roetgen in der Voreifel.

Die Kurzreise dauerte von Montag bis Donnerstag in dieser Woche. Am Montag traf sich eine Gruppe von 50 Personen aus zweierlei Bereichen. Einmal waren es Mitglieder und Angehörige der Theatergruppe im Aachener Süden aus Brand und zum Anderen waren es ehrenamtlich tätige Personen, die über die Koordinatorin für das Ehrenamt in der Städteregion Aachen, Beate Forth von der Caritas ihre Einladung bekommen hatten.

Am Anreisetag gab es im neben den Hotel "Gardner" gelegentliche Lokal "Neffes" ein Abendessen. Danach habe ich dann eine Spaziergang zum Potsdamer Platz gemacht.

Das Dach in einem Gebäude am Potsdamer Platz

Am Dienstag ging dann das Besuchsprogramm los. Wir besuchten mit einer Stadtführerin das Regierungsviertel und das Brandenburger Tor. Danach ging es zum Mittagessen in das "Foreign Affairs" in die Nähe des auswärtigen Amtes. Im Auswärtigen Amt gab es dann danach eine Informationsveranstaltung durch einen Referenten über die Arbeit des Auswärtigen Amtes und seiner Unterorganisationen. Hier wurde wir u.a. darüber informiert, dass die Mitarbeiter das Auswärtigen Amtes alle 3 bis 4 Jahren an einen anderen Standort versetzt werden, dabei aber auch andere Tätigkeiten übernehmen müssen. 

Blick von vor dem Auswärtigen Amt auf den Neubau des Berliner Schlosses,
im Hintergrund der Dom links und der Fernsehturm "Alex" rechts

Anschließend ging es dann zum Judaicum an der Jüdischen Synagoge in der Oranienburger Straße. Nach ca. 2 Stunden dort endet dieser erste Besuchstag mit der Gelegenheit, Berlin allein zu entdecken.

Da Bea und ich vor ein Jahren schon einmal in der Gegend bei dem sehr großen Indischen Restaurant AMRIT hervorragende gegessen hatten, führte mich mein Stadtspaziergang dort hin um mein Abendessen einzunehmen - Stadtspaziergänge machen durstig und hungrig.

Nach eine alkoholfreien Weißbier und Palak Goscht - einem Lammfleischgericht mit schmackhaften Soße aus Spinat, Ingwer und vielen anderen indischen Gewürzen - habe ich mich dann wieder auf den Rückweg zum Hotel gemacht, den ich zum Teil mit der S-Bahn bzw. zu Fuß zurück gelegt habe.

Am Mittwochmorgen ging es schon früh um 08.15 Uhr mit dem Bus zur Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Dort gab es erst ein Filmvortrag und danach eine Führung durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die ja bekanntlich ihr Ende im Jahre 1989 hate.

Für einige Teilnehmerinnen war die Führung und das bedrückende Gefühl in diesen, zum Teil im Keller liegenden Haft-Räumen einfach zu viel und sie haben die Gruppe verlassen. Auch wenn ich früher schon das ein oder andere mal zu Besuch in einer westdeutschen Haftanstalten war, war das hier noch einmal eine andere "Nummer", zumal inzwischen gekannt ist, wie dieser Staat mit seinen "unliebsamen" Bürgern umgegangen ist.

Am Mittwochmittag gab es noch etwas Zeit, sich im Bereich der Hackeschen Höfe umzuschauen, bevor es in das Reichstagsgebäude zum einer Informationsveranstaltung im Plenarsaal der Bundesrepublik Deutschland ging. Hier gab es eine Information über das Gebäude, seine Geschichte, seinen Umbau und natürlich über das Parlament selber.

Im Anschluss haben den Bundestagsabgeordneten Lukas Benner, der die Region Aachen für das B90/Die Grünen in der zweiten Legislaturperiode im Bundestag vertritt, in einem Besucherraum getroffen. Der erst 30jährige Jurist zeigte uns einmal eine Sitzungswoche in Berlin auf, die von den Abgeordneten ein Arbeitspensum von ca. 60 - 80 Stunden pro Woche mit sich bringt. Ist keine Sitzungswoche, hat natürlich die Arbeit vor Ort im Wahlkreis Vorrang. Abgeordnete müssen innerhalb von 72 Stunden wieder in Berlin sein, wenn sie informiert werden, dass es eine außerordentliche Sitzung gibt. Das Gesamtpaket hat die meisten der Besucher sehr erstaunt und die Arbeit der Abgeordneten in ein anderes Licht gestellt. Ich hatte den Eindruck, dass Lukas Benner aber für seine Arbeit für uns Bürger "brennt". Auch war uns alle neu, dass es Gehaltseinbußen gibt, wenn man z.B. eine namentliche Abstimmung verpasst.

Den Abschluss des zweiten Besuchertages in Berlin war dann ein gemeinsames Essen im mama trattoria am Brandenburger Tor geplant. Zu unserer Freude hat der MdB Lukas Benner sich Zeit freigeschauffelt um uns dorthin begleitet. Die mitgereisten jungen Schauspieler und andere haben ihn dann noch weiter mit Fragen eingedeckt, die er aber alle in seiner gelassenen und witzigen Art beantwortet hat, so habe ich zumindest aus der Distanz den Eindruck gewonnen.

Am Donnerstag ging die Reise mit der Bundesbahn wieder nach Aachen zurück. Es gab zwar bei beiden Fahrten leichte Verspätungen, aber in Köln hatten wir auf der Rückfahrt Glück, denn obwohl unser ICE aus Frankfurt in Richtung Brüssel, mit dem wir dann Aachen wieder erreichen sollten, ausgefallen ist, sind wir mit dem Regionalexpress RE 1, der in Köln verspätet ankam, fast pünktlich angekommen.

Es war eine tolle Reise mit vielen neuen Eindrücken. Auch wenn ich schon das ein oder andere Mal in Berlin war, das war eine besondere Reise.

Unsere Wege (Bustransfer) in Berlin 

Mittwoch, 19. August 2026

Frästisch-Erneuerung - 1. Teil

Wir nutzen in der AWO Hobbyholzwerkstatt seit nunmehr vier oder fünf Jahren eine kleine Tischfräse, die in einem ausgedienten Kinderküchen-Herd ihr zu Hause gefunden hat. Für einfache Abrundarbeiten und gelegentlich mal eine Nut zu fräsen, war das soweit in Ordnung.

Fräse in alter Kinderküche - Makita Einhandfräse eingebaut

In diesem Frästisch ist auch eine höhenverstellbare Halterung für die Fräse eingebaut, die eigentlich keine Wünsche offen lässt, da sich der Fräskorb mit der Fräse sowohl von unten als auch von oben in der Höhe anpassen lässt.

Soweit so gut, aber wenn man was Besseres sieht, möchte man das vielleicht auch mit seinen Mitteln umsetzten. Vor ein paar Wochen gab es auf Kleinanzeigen ein Angebot von Aluprofilen und Zubehör. Kurzerhand habe ich entschlossen den Anbieter zu bitten mir einige Teile aus seinem Angebot zuzusenden, obwohl er in der Anzeige nur "Abholung" angeboten hatte. Nach zwei kurzen Mails hin un her, hat es sich doch entschlossen, uns die Teile zu zusenden. So kamen zweimal Teile aus Gelsenkirchen zu uns nach Aachen.

Ich hatte zwar theoretisch genaue Vorstellungen, wie so etwas aussehen könnte, aber das in die Praxis an unserem kleinen Tisch umzusetzen war das andere.

Überlegungen zum neuen Frästischanschlag

Die Skizzen wurden mit dem CAD-Programm onShape gemacht, dass für den privaten Gebrauch in einer Onlineversion in jedem Browser läuft, egal welches Betriebssystem man nutzt.
Ansicht von der Seite

Als es in die Realisierung ging, mussten die ursprüngliche theoretische Planung etwas an die vorhandenen Teile und Begebenheiten angepasst werden. Jetzt ist der Frästisch, zugegeben es gibt einfachere Lösungen, fertig.

Neuer Fräsanschlag von der Seite

Überblick von allen Seiten

Neben den eingekauften Alu-Teilen wurden noch das ein oder andere 3D-Druckteil entworfen oder aus Vorlagen aus den einschlägigen Bibliotheken angepasst. Entgegen der ursprünglichen Ansordnung wurden die beweglichen Seitenteil nicht übereinander sondern nebeneinander angeordnet. Die Absaugung am Fräser wurde durch einen neu entworfenen Trichter realisiert. Hier wurden die Begebenheiten, die sich aus den Profilen und dem Aufbau ergab mit eingeplant. Der Anschluss ist das in der Werkstatt eingesetzte osVAC-Standardsystem mit M32 Anschluss.

Absaugtrichter für die ober Absaugung beim Fräser

Die Feineinstellung ist noch nicht ganz funktionstüchtig, aber das wird.

Der eigentliche Anschlag entstand aus einem Reststück einer 10 mm starken weiß/schwarzen Verbundplatte, die nach dem Zuschnitt einer großen Platte für einem Bekannten schon eine längere Zeit in unserer Werkstatt herumstand. Für alles gibt es einmal eine Anwendung, manchmal braucht es etwas Zeit, bis eine "zündende" Idee kommt und so ein Teil seiner neuen Bestimmung übergeben werden kann.

In den nächsten Wochen soll es dann an die Frästischplatte und deren Erneuerung gehen. Hier gab es zwar auch schon Überlegungen, aber die müssen noch einmal neu gedacht werden. Aber erst einmal ist der 1. Teil der Erneuerung abgeschlossen

Freitag, 14. August 2026

AWO Hobbyholzwerkstatt nominiert!

Was vor gut einem Jahr mit einer Ehrung durch den Minister Karl Josef Laumann vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) in einer kleinen Feierstunde im Forum M in Aachen für den Regierungsbezirk Aachen begann, hat jetzt Kreise gezogen.

Im Frühjahr 2026 gab es eine Ehrung für die "Holzopis" mit einem Förderbetrag des MAGS NRW bei einer Veranstaltung in Düsseldorf für die AWO Hobbyholzwerkstatt Aachen-Burtscheid. In dieser Hobbyholzwerkstatt verbringe ich einen Teil meiner Freizeit. 

Vor ein paar Wochen wurden wir vom MAGS NRW angeschrieben, ob man uns für den Deutschen Engagementpreis 2026 melden darf. Wir waren zwar etwas verwundert, aber wir hatten ja nicht zu verlieren.

Link zu offiziellen Seite

Jetzt entscheidet demnächst eine hochrangig besetzte Jury von 11 Personen, welches der über 600 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet in die engere Auswahl kommt. Wir rechnen, wenn man die vielen tollen Projekte sieht, mit nichts, aber vielleicht haben die Jurymitglieder ein Herz für "Holz" mit Vergangenheit, aus dem wir die Projekte für Kindertagesstätten und Schulen herstellen.

Bänkli in Arbeit - 1. April 2025

Es wird also noch interessanter Herbst 2026, vielleicht muss dann doch noch eine kleine Delegation von uns in die Hauptstadt. 

Einen kleinen Wermutstropfen hat die ganze Geschichte am Ende doch noch.
Leider erlebt unser langjähriger Werkstattleiter Leo Hermanns, diese Nominierung nicht mehr.
Er hat uns im Alter von 94 Jahren am 05.07.2026 für immer verlassen.
Danke Leo für Alles,
was Du in den vielen Jahrzehnten für die AWO Hobbyholzwerkstatt geleistet hast. 

Dienstag, 28. Juli 2026

Unser Besuch bei der RUWI GmbH in Fluorn-Winzeln, am Rande des Schwarzwaldes

So fing alles an

Als ich vor ca. zwei Jahren auf die ersten „Fake-Angebote“ von hochwertigen Hubtischen bei Angeboten der Plattform „Pinterest“ gestoßen bin, habe ich nicht geahnt dass daraus mal ein wunderbares, informatives Treffen bei der RUWI GmbH zu Stande kommen wird.

Hier nur ein Beispiel von vielen „Fake-Angeboten“, die in der Nachfolgezeit auftauchten und zum Teil heute manchmal noch auftauchen: 

Fake - Angebot bei Pinterest - der Tisch sollte ca. 50,00 Euro kosten
Bildquelle: Bildschirmfoto von 2025
hier wurden Originalfirmenbilder der RUWI GmbH genommen und manipuliert

Die Hubtische der RUWI  GmbH Fluorn-Winzeln kosten je nach Ausstattung im Fachhandel ab ca. 1600,00 Euro – 3500,00 Euro.

Die diversen Fake-Angebot bot den Hubtisch mit den Originalbilder zum Teil für 49,95 Euro an. Wer sich einigermaßen in der Materie auskennt, wird wohl nicht darauf reingefallen sein, aber „Dumme“ gibt es immer wieder, wenn die Gier nur groß genug ist, wie einer der Junior-Chefs, Florian Ruggaber, zu berichten wusste.

Ich habe immer wieder mal bei Pinterest nach Hubtischen gesucht und immer wieder tauchten gesponserte Video mit Links zu zu den vermeintlichen „Schnäppchen“ auf. Auch waren manchmal im Impressum Adressen von real existierenden Firmen zu finden – z.B. gab es einmal ein Angebot das laut Impressum von einer Straßbourger Firma kommt, die aber eigentlich fahrbare Arbeitsbühnen vermietet und verkauft. Just zu diesem Zeitpunkt war der Einbruch im Pariser Louvre, wo so eine Arbeitsbühne auf einem LKW für den Einbruch genutzt wurde.

Aber warum schreibe ich diese Zeilen? 

Schon bei den ersten Kontakten mit der RUWI GmbH bot Florian Ruggaber mir an: Wenn Du mal in der Gegen bist, dann komm uns mal besuchen. 

Es hat ja jetzt fast eineinhalb Jahre gedauert, aber am letzten Freitag war ich mit meiner Frau in Fluorn-Winzeln am Rande des Schwarzwaldes und habe die RUWI GmbH in ihrer tollen neuen Wirkungsstätte besucht. 

Florian hat sich zwei Stunden Zeit genommen um uns ausführlich über die Produkte und die Herstellung der bekannten Hubtische und vor allem der Frästische informiert. Diese Frästische sind heute Bestandteil vieler Schreinereien, weil ein schneller Werkzeugwechsel möglich ist. Vor allem bei kleineren Projekten sind die Maschinen heute nicht mehr weg zu denken.

RUWI - Hubtisch mit Lochplatte -
genehmigte Bildquelle: RUWI GmbH

Florian führte uns durch die Büro-Bereich, zeigt den Bereich, der wie eine normalen Tischlerei aussieht, wo die Prototypen entwickelt werden, die Fertigungshalle mit Lager und den großzügigen Außenbereich, bei dem sich jeder LKW-Fahrer freut, dass er ohne Probleme rangieren kann.

Die Räumlichkeiten sind erst vor einiger Zeit bezogen worden und bieten auch Platz für Expansion. Aber vorerst soll es bei den beiden Flaggschiff der Firma bleiben: Hochwertige durchdachte Hubtischen für den Schreiner und auch den Metallbereich mit allen Möglichkeiten zu spannen und auch der Größenanpassung. So gibt es Hubtische, die ein Standardmaß von xx x xx haben bis zu großen Tischen, die auch als Besprechungstisch in einem Konferenzraum diesen können.

Die Palette der drei Frästische mit 1, 3 oder max. 10 Fräsmotoren
genehmigte Bildquelle: RUWI GmbH

Darüber hinaus ist das zweite Produkt die Palette an Frästischen von einem Fräsmotor, drei Fräsmotoren oder bis zu zehn Fräsmotoren und den jeweiligen passenden Gehäusen.

Auch die verbaute Technik in denen Frästischen, habe ich bisher in der der Art nur bei RUWI gesehen. Wir Hobbyholzwerker haben uns alle schon einmal an einem selbstgebauten Frästisch für unsere Hobbywerkstätten versucht. Ab nur als Einlegeplatte an der Kreissäge, einem separaten Schrank mit umgedrehter Oberfräse oder einer billigen Hubeinheit für die Einhandfräse aus Ostasien. 

Ein Frästisch - 3 Motoren - mit aufgeklappten Arbeitstisch
genehmigte Bildquelle: RUWI GmbH

Aber was ich hier gesehen habe, ist jahrelange Erfahrung im Handwerk, was toll und durchdacht für die Werkstatt umgesetzt wurde. Leider sind diese Frästische auch mit einem Motor für einen Hobbyhandwerker nicht direkt die erste Wahl, wenn man eine Werkstatt einrichten möchte, denn die Preise fangen bei ca. 2500,00 Euro an. Aber als ich die Frästische mal genauer unter die Lupe nehmen durfte, muss ich sagen, die sind jeden Euro wert. Die dicke hochklappbare Alu-Arbeitsplatte, die verbauten Frässpindeln, die zudem noch leise sein sollen, die Anschläge und Absaugungen, alles wirkt aus einem Guss und ist aufeinander abgestimmt. 

Es war ein toller Vormittag, das was mich neben der tollen Führung noch geflasht hat, war die Aussage von Bea: Ich dachte es werden ein paar langweilige Stunden für mich, jetzt bin ich hocherfreut, was ich hier sehen und erleben durfte.

Rudi

Montag, 1. Juni 2026

Wünsch werden schnell erledigt...

... Wunder dauern etwas länger.

Also vor ein paar Wochen einer AWO Kindertagesstätte an die Hobbyholzwerkstatt der AWO Aachen-Burtscheid herangetragen wurde, musste ich mich anhand eines mitgelieferten Bildes erst einmal schlau machen, was das überhaupt ist - eine Demokratie-Säule. 

Mit den Demokratie-Säulen sollen Abstimmungen in der Kita erfolgen, z.B. wie war das Essen oder was wollen wir spielen - drinnen oder draußen usw. Hier wird schon in jungen Jahren das Entscheiden und vor Allem das Akzeptieren einer Mehrheitsentscheidung sehr früh trainiert.

Also habe ich mich ans Werk gemacht, eine Skizze anhand der mir vorliegenden Maße gefertigt und noch ein paar eigene Ideen mit der Kita-Leitung abgesprochen und dann schneller verwirklicht, als gedacht. 

Erster Entwurf eine Demokratie-Säule

Da die neun Aachener AWO Kitas auch mit einander sprechen, kamen dann noch zwei weitere Kitas mit dem Wunsch dazu, so seine Säule haben zu wollten. Jetzt sind die ersten beiden Säulen fertig und auch schon an die Kitas ausgeliefert. Die dritte wird in den nächsten Wochen folgen, denn die wird nicht fahrbar werden, wie die beiden ersten, sondern soll an eine Wand montiert werden.

Kleine Zusammenstellung im und nach dem Erstellungsprozess

Die Säulen sich ca. 140 cm hoch und haben einen Grundplatte von ca. 40 x 40 cm. Zur Abstimmung dienen gelbe Tischtennisbälle. Das Kiefernholz wurde mit lebensmittelechtem Leinölfinis behandelt. Die farbigen Elemente stammen aus meinem 3D-Drucker. Dieses konnte ich dann in der Zwischenzeit zu Hause herstellen.

Der Schieber verhindert das Durchfallen der TT-Bälle

Das obere Bild zeigt die Demokratie-Säulen noch mit der Schutzfolie um die Acryl-Röhren, damit sich in der Werkstatt kein Staub darauf sammeln kann. Der blaue Stecker verhindert das versehentliche Ausziehen des Schiebers. Das Grundbrett ist quadratisch ausgeführt damit die Standsicherheit gewährleistet ist - ob das so ausreicht, werden die ersten Tests zeigen. Die Säule ist mit zwei Rollen hinten ausgestattet, so kann sie leicht nach hinten gekippt und gezogen werden, wenn sie an einen anderen Ort soll.

Bin gespannt ob noch weitere Wünsche anderer Kitas die AWO Hobbyholzwerkstatt erreichen.

Der Bau hat einen riesen Spaß gemacht. 


Dienstag, 28. April 2026

Neues Material - neue Schachtel

Vor längerer Zeit hatte ich Kontakt mit dem jungen Hobbyschreiner Jonas, der erstaunliche Möbel aus Eiche, Esche, Nußbaum und Co. herstellt. Ich habe ihn damals in seiner Kellerwerkstatt besucht und wir sind so verblieben, wenn er mal Holzstücke hat, die er nicht mehr für seine Projekte einsetzten kann, dann soll es sich bei mir melden. 

Vor drei Wochen, ich hatte schon gar nicht mehr an den Kontakt gedacht, meldetet sich Jonas und bot an mir etliche Reststücke Walnuss, Esche, Eiche usw. zu bringen.

Da ich letztens schon ein paar kleine Schmuckdosen hergestellt habe, war das genau das richtige Material um eine neue Art zu versuchen. Hier das Ergebnis:

Schatulle geschlossen - Esche für den Korpus - Nußbaum als Deckel


Geöffnete Schatulle mit drei Fächern - 40 mm Durchmesser

Mal sehen, was Bea demnächst dort hinlegt - vielleicht die selbst hergestellten Ring? Aber wie bei jedem neuen Teil, sehe ich auch schon wieder Verbesserungspotential. Aber da genügend Material da ist, kann ich mich ja "austoben", wenn nichts anderes anliegt.


 

Freitag, 17. April 2026

Neuer Traktor - Muster fertig

Im Normalfall bleibt ja das erste Stück eines neuen Teils bei uns, aber diesmal war es anders. Ich verfolge ja seit Monaten das Mühlenabenteuer der Obermühle in Niederurff - Nordhessen. Hier ist mir ein Traktor aufgefallen, der zu unserer Serie von Holzfahrzeugen für U3-Kindern, die wir für die Kitas machen, auch gut passen würde. Unsere bisherigen Fahrzeuge waren meist "kantenarm" und leicht geschwungen, aber die Fahrzeuge des Herstellers MASSEY FERGUSON sind einfach eckig, was ich sehr mag.

Massey Fergeuson 1014 - Bildquelle: Internetrecherche

Was lag näher als ein Modell dieser Art Traktoren zu machen um die Serie von Fahrzeugen zu erweitern. Aus der Skizze unten entstand eine 3D-Druck-Schablone, mit der ich die Umrisse auf das Buchenleimholz übertragen habe. Da mein Drucker nicht so große Teile auf einmal drucken kann, habe ich die Schablone geteilt. Dadurch hat sich wohl etwas ergeben, was erst beim fertigen Fahrzeug aufgegallen ist - es war vorne zu lang geraten.

Auf der Grundlage des anderen Traktors nur der MF mit den auffällig großen Vorderrädern

Erster Versuch mit einer 3D-Druckschablone

Das erste Fahrzeug dieses neuen Modells wurde Anfang April bei einem Besuch in Nordhessen an René von der Obermühle verschenkt. Am 26.04.2026 habe ich entdeckt, dass das Fahrzeug im aktuellen Video zu sehen war, was mich sehr gefreut hat.

René mit dem MF Modell - Made in Aachen -
Bildquelle: Auszug aus dem YouTube-Video vom 25.04.2026 
ab Minute 30:16

So steht erst die zweite Ausgabe seiner Art, die auch leicht modifiziert wurde, bei uns. 

MF - die Zweite

Ich denke, jetzt stimmen auch die Proportionen, denn die erste Ausgabe hatte einen zu langen Motorraum und die Vorderräder waren auch nicht ganz so groß, wie gewünscht, was aber unter anderem am nicht vorhandenen Material lag. Es fehlt jetzt nur noch das Logo, aber das kommt noch.