Donnerstag, 17. September 2020

Sägeblattschleifen - 60 cm Sägeblatt ist wieder scharf

Als ich vor einiger Zeit die Schleifstation für Sägeblätte gebaut habe, bin ich von den Vorgaben etwas abgewichen. Wie man sehen kann, sind die Gleitschienen unter der Sägeblattauflage länger als das Brett. 

Schleifeinrichtung mit 20 cm Sägeblatt von einer Kity-Kreissäge

Ich hatte im Hinterkopf, dass es in meinem Umfeld auch eine Brennholz-Wippsäge mit einem großen Sägeblatt gibt. In der letzten Woche habe ich dann mit dieser Säge versucht nochmal etwas zu sägen. Schon bei einem schmalen Bett ging nichts mehr und die Holz qualmte. Fazit: Sägeblatt ist sehr stumpf - die Schleifeinrichtung muss her.

60 cm Sägeblatt auf der Schleifeinrichtung

Jetzt sollte der erste Test mit der Schleifstation und dem 60 cm großen Sägeblatt erfolgen. Das Ergebnis nehme ich mal vorweg. Es hat geklappt, das CV-Sägeblatt der Brennholz-Wippsäge ging durch die Bretter einer Transportpalette für Brennholz wie durch Butter. Die Fichte/Tanne- und Kiefernbretter hatten zum Teil eine Stärke von 20-22 mm - es wurden meist 3 oder 4 zusammen in die Säge gelegt. Es entstand ein einwandfreier Schnitt.

Es war zwar durch das große Sägeblatt vor dem Schleifen noch ein wenig Anpassungsarbeit notwendig, zum Einen ist der Tiefenanschlag an der linken Sägeblattaufnahmeseite für die normalen Sägeblätter ausgelegt und ließ eine Einstellen bei so einem großen Sägeblatt nicht direkt zu. 

Hier half ein eingelegtes Stück Holz um den Tiefenanschlag wieder zu nutzen. Auch der Winkel der Winkelschleiferhalterung musste an den Stand der Zähne angepasst werden. Zuletzt erfolgte noch die Anpassung des Anschlags für die Tiefe der Materialabnahme neben der Winkelschleiferhalterung.

Provisorischer Tiefenanschlag für das große Sägeblatt

Bin gespannt, wie sich das Sägeblatt demnächst bei den Rubinienhölzern eines alten Spielgerätes verhält die noch auf die Zerkleinerung warten.


Freitag, 11. September 2020

Kleines Tablett aus altem Beistelltisch

Als wir vor ein paar Wochen die Wohnung meiner Schwiegermutter ausräumen mussten, war unter anderem ein kleiner Beistelltisch aus Eichenholz über, den mir eine Freundin im Vorjahr geschenkt hatte. Dieser Beistelltisch diente meiner Schwiegermutter alt Standplatz für das Telefon im Betreuten Wohnen.

Kleiner Eichenbeistelltisch

Angeregt durch einen Besuch eines Kunsthandwerker/innen - Marktes entstand aus diesem Tisch jetzt ein kleines Tablett. Ich hatte im Vorfeld das Untergestell und die Tischplatte auseinander geschraubt. 

Um mir im Vorfeld über die Proportionen eine Bild zu machen entstand mit der Online-Variante von SketchUp eine kleine Skizze. Später musste ich dann die Maße der Grundplatte etwas anpassen.

Skizze zum Projekt - Kleine Tablett

Jetzt entstand aus Teilen der Beine eine schmale Leiste von ca. 15 mm. Die Tischplatte wurde auf 25 cm in der Breite reduziert, damit ich mit der zur Verfügung stehenden Hobelmaschine auf ca. 15 mm Dicke reduzieren konnte. Danach habe ich Leisten aus Rand auf die entstandene und auf Maß gekürzte Platte geleimt. 

Kleines Tablett im Rohbau

So entstand ein kleines Tablett von 24 x 37 cm, das für den Transport von zwei Kaffeetasse und Kuchen usw. reicht. Meine Frau hatte aber auch schon andere Idee, wie die das in die Wohnungsdeko integrieren kann. Werde mal Bilder nachreichen.

Die Unterseite wird mit einem dünnen Filz beklebt, damit die Schraubenlöcher verdeckt sind und es nirgendwo Kratzer gibt.

Zugeschnittener Filz für die Unterseite

Als Griffe sollen zwei Möbelgriffe dienen, die sonst vielleicht Küchenschränke zieren, auf die warte ich aber noch. Das Holz wurde noch mit Möbelwachs behandelt, so dass es geschützt ist. 

Was aber erst nach den Wachsbehandlung so richtig aufgefallen ist, ist die Maserung des alten Eichenholzes. Die typischen Spiegel kamen so richtig zur Geltung. Leider kann ich das nicht so im Bild darstellen, wie es in "Natura" aussieht.

Maserung im alten Eichenholz

Die Art mit den offenen Seitenteile hat mir auf Anhieb gut gefallen, so dass ich sie für meinen Gebrauch nachgebaut habe. Also so wurde aus einem Teil, das eigentlich keiner mehr haben wollte, weil es in seiner ursprünglichen Form nicht mehr passte ein neues kleines, schmuckes Teil, an dem wir bestimmt noch lange Freude haben.

Update vom 12.09.2020

Nachdem ich von einer Tretrollertour in die benachbarte Niederlade, wo ich mit einer Nachbarin eine Kunsthandwerksausstellung im Park und den Hofräumer des Kastell  Cartils bei Wittem - zurückkam, war ich gespannt, ob die bestellten Griffe nun im Briefkasten lagen.

Ich wurde nicht enttäuscht, die Griffe waren da und ich meine, ich hätte sie rufen gehört:
"Verbau mich heute". 

Es lies mir natürlich keine Ruhe und nach dem ich die notwendigen Löcher für die Befestigungsschrauben gebohrt hatte, konnte ich die Griffen anschrauben.

Fertiges kleines Tablett

Es könnte auch noch ein kleines Fußballfeld werden!

Danach habe ich auf die Unterseite noch einen dünnen Filz aufgeklebt, der natürlich auch die Schraubenlöcher verdeckt. Ich bin happy mit diesem schönen Teil, das eigentlich aus etwas entstand, das keiner mehr brauch konnte.

Sonntag, 6. September 2020

Schleudermotor - Tellerschleifer geht in die nächste Runde

Nachdem ich ja vor Wochen eine provisorische Halterung für den Motor aus einer alten Wäscheschleuder gebaut hatte - siehe weiter unten, geht es jetzt weiter. Durch die Schließung der Schulen und der Schulferien konnten wir nicht in die Werkstatt aktiver Senioren, da die Werkstatt ja in einer Schule liegt. Wir können jetzt wieder beschränkt auf zwei Stunden und mit einer beschränkten Teilnehmerzahl außerhalb der Schulzeit in die Werkstatt, was uns sehr freut.

Jetzt geht es darum das Gerät zu vervollständigen. Die ursprüngliche Halterung wurde etwas versetzt. Stand anfangs das senkrechte Brett mit dem Motor auf der Kante, so wurde es jetzt in die Mitte versetzt, da es so für den späteren Aufbau vorteilhaft erschein.

Veränderte Lage des senkrechten Brett's
's

Hierzu habe ich bereits einen 31 cm großen Teller mit der Bandsäge und einer selbst bebauten Vorrichtung ausgesägt, dann die leichten Unebenheiten vom Sägen direkt am Motor mit Drechseleisen egalisiert. Die verwendete Multiplexplatte aus einem ausgesonderten Regalbrett der Villa Kunterbunt war so ausgewogen, dass es nicht notwendig war sie noch einmal- wie bei einer Autofelge - auszuwuchten. Sie läuft absolut ruhig. 

Jetzt fehlt noch eine Klettscheibe von der dann die Schleifscheiben gehalten werden. Diese Teile sind schon vorhanden und warten nur darauf verarbeitet zu werden. 

Update vom 08.09.2020:

Tellerschleifer
Tellerschleifer-Rohbau jetzt mit Klettscheibe

Gestern habe ich den Teller noch angeschliffen und die Klettscheibe aufgeklebt. 

Zwischen dem Lüfterrad und dem Halteflansch des Tellers wurde ein zweiteiliges Brett vorgesehen. So wird der Schleifstaub später nicht Richtung Motor geschleudert, sondern dann über die Absaugung abgeleitet. Das jetzt noch rechteckige Brett soll eine runde Form erhalten, an der dann noch eine Abdeckung für den Teller kommen soll. 

Aber alles hat Zeit andere Dinge werden in der kurzen Zeit, die zur Verfügung steht dann auch noch gemacht. Es entsteht z.B. ein kleines Tablett aus einem alten Eichen-Beistelltisch, ein Messerhalter ist in Arbeit und ich will mir auch noch einen kleinen Holzhammer aus Restholz (Rubinie) herstellen. Da etliche Sachen auch Zeit zu Trocknen des Leims brauchen, laufen im Augenblick einige Sachen paralell.

Montag, 3. August 2020

Tretroller-ac.info - Diese Seite wird in den nächsten Tagen abgeschaltet

Wie ich bereits im Vorjahr angekündigt habe, wird im August 2020 meine seit mehr als 10 Jahren betriebene Internetseite www.tretroller-ac.info abgeschaltet. Ich fahre zwar immer noch gerne Tretroller, aber meine aktive Zeit dort, mit Rennen, mit nationalen und internationalen Treffen und anderen Aktivitäten sind seit ein paar Jahren bei meinen Freizeitaktivitäten in den Hintergrund gerutscht. Daher ist es nicht mehr als konsequent, darauf auch zu reagieren.

In dieser Zeit habe ich auf Grund der Seite viele Kontakte geknüpft und Fragen beantwortet, Lob bekommen und auch manchmal das ein oder andere zweifelhafte Angebot im Gästebuch erhalten. Da ich diese Gästebuch aber moderiere, wurden andere nicht damit belästigt.

Crussis-Tretroller am Rhein bei Bingen
Ich sage allen Dank, die sich für diese tolle Hobby interessiert haben. Dank sagen möchte ich auch den Tretroller-Händler, die mich auch bei meinen Bemühungen anderen die Möglichkeit zu geben mal einen Tretroller zu fahren, unterstützt haben. Hier möchte ich Olaf Pott von Alb-Roller, Willi Puller von https://tretroller-shop.com/ und nicht zuletzt Brigitte Giraud von AKTEUM danken. Mein Dank geht auch auch die tschechen Firma CRUSSIS, die mir einen neuen Roller zu günstigen Konditionen als Testroller zur Verfügung stellten. Über diesen Roller habe ich damals einen Bericht geschrieben. Die negativen Punkte, die ich damals festgestellt habe, wurden in der nächsten Ausgabe des Rollers abgestellt. Heute steht ein Roller dieses Herstellers zur Verfügung, der Spaß macht.

Es gibt nicht den Roller, der für alle passt, aber im Gegensatz zum Fahrrad können Kinder ab einer bestimmten Größe die gleichen Roller fahren wie Erwachsene, es ist egal ob man 135 oder 190 cm misst. Wichtig finde ich, dass man Spaß an einer Sache hat.

Dienstag, 30. Juni 2020

Ab in den Wald - NordicWalking-Gruppe legt wieder los

Nach mehreren Wochen "Zwangspause" geht es in dieser Woche wieder in den Aachener Wald. Unsere wöchentliche zwei Sunden Tour durch den Bereich Hanburch, Lütticher Straße, Preusswald und Dreiländer Punkt startet wieder. Einige der früheren Teilnehmerinnen sind zwar zur Zeit nicht dabei, dafür haben sich aber nach einem Aufruf über nebenan.de neue Teilnehmer/innen angemeldet.

Wer erkennt den Waldbewohner im Bild
Mal sehen, was wir diesem Mal wieder in der freien Natur wieder sehen wie im letzten Jahr.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Probeaufbau für Schleudermotor

Nach dem ich mit den Motor einer alten Schleuder mal näher angeschaut hatte, habe ich mich um einen provisorische Befestigung gekümmert, damit ich den Motor gefahrlos mit Spannung versorgen kann um ihn dann mal laufen zu lassen.

Hierzu wurden zwei 18 mm Multiplexplatten zu einem Winkel zusammengefügt. Als zusätzliche Stütze und späterer Anschlag für eine Verkleidung wurden noch zwei Reststücke aus einem Kantholz in den Winkel gesetzt.

Schleudermotor in der Halterung
Die Zuleitung vom Stecker zum Motor wies noch ein Bauteil auf, das wohl ehemals der Schalter war. Da der wohl ursprüngliche Drehschalter fehlte, habe ich nach genauer in Augenscheinnahme entschlossen, die Zuleitung mit Wago-Klemmen zu verbinden. Das Ergebnis: Stecker in die Steckdose und der Motor läuft an und zwar im Uhrzeigersinn, wenn man auf die Welle schaut.


Ich hatte vor einiger Zeit ein kleines Bauteil im Internet erstanden, mit dem man die Motordrehzahl steuern können soll. Erste Tests vor einiger Zeit an einem Küchengerät waren nicht vielversprechend. Dieses Teil habe jetzt mal zwischen dem Motor und Steckdose gesteckt. Mit diesem Teil lässt sich nun der Motor einschalten. In der anderen Stellung ist es aber auch möglich die Motordrehzahl zu beeinflussen. Ich kann die Drehzahl zwar nicht messen, aber es macht den Anschein, als ließe sich sich um ca. 40 - 50 % reduzieren.

Jetzt geht es demnächst daran, das Provisorium zu einem Tellerschleifer zu vervollständigen. Als Grundlage wird diese Provisorium dienen. Es wird eine Motorabdeckung hinten entstehen. Auf die Welle kommt dann eine Scheibe von 30 cm Durchmesser. Auf dies Scheibe wird dann die Klettplatte aufgeklebt, die die Schleifscheiben halten soll.

Es folgt dann noch ein Auflage für die zu schleifenden Werkstücke und eine Abdeckung der Schleifscheibe mit Staubabsaugung. All dies wird mich neben anderen Arbeiten noch in den nächsten Wochen begleiten.

Über diesen Werdegang berichte ich dann weiter. Vielleicht entsteht dann noch eine Skizze für interessierte Nachbauer. Motoren scheint es noch bei meiner Quelle zu geben. Der nächste Motor ist schon geordert. Da werde ich aber den Versuch machen, die Drehrichtung des 1-Phasen-Wechselspannungsmotors zu drehen, wenn der Motor dies zu lässt. Dafür muss ich ihn aber erst einem öffnen und zu Zuleitung zu den beiden Wicklungen des Motors tauschen. Dieses Experiment wollte ich aber jetzt bei dem ersten Motor nicht machen, denn ich bin froh, dass der so schön ruhig läuft.

Aber für nächste Motoren gibt es schon weitere Ideen.


Samstag, 16. Mai 2020

Schleudermotor wird zu neuem Leben erweckt

Letztens bin ich über Auktionen gestolpert, in denen für kleines Geld Motoren aus alten Wäschescheudern - die älteren unter unser erinnern sich, wie sowas in der 1950/1960er Jahren aussah - direkt verkauft bzw. versteigert wurden. Diese Motoren weckten sofort Begehrlichkeiten in mir und auch Ideen wurden geboren, was man damit anstellen könnte.

Wäscheschleuder - Privileg (Quelle Versand) - Bildquelle: M. Peters
Ich habe ja schon einige kleine Projekte mit alten oder neuen Motoren in den vergangenen Jahren gebaut, die auch in der Werkstatt aktiver Senioren ihre Dienste leisten. - siehe weiter unten - 1"-Bandschleifer, Zylinderschleifer oder auch der Umbau einer alten Baumarkt-Drechselbank zu einem 30 cm großen Tellerschleifer -

Diese Art von Motoren, schreien aber nach einen Neubau sowohl eines Tellerschleifers als auch einem Zylinderschleifer mit anderer Technik für das Heben und Senken des Zylinders.
Motor aus einer Wäscheschleuder - Bildquelle: M. Peters
Mit dem tollen Verkäufer M. Peters aus Norddeutschland - Nachnamen-Gleichheit ist zufällig und wir haben darüber geschmunzelt, als wir direkt in Kontakt traten - habe ich dann vereinbart, dass er mir noch die Wellenaufsatz, auf dem die Trommel ehemals befestig wurde, zusendet. Diesen Wellenaufsatz habe in der Zwischenzeit auch bekommen. Jetzt werde ich den Motor mal provisorisch in eine Platte einbauen und mal sehen wie der dann läuft.
Motorflansch - Bindeglied zwischen Motor und Wäschetrommel - Bildquelle: M. Peters
Gut die Motoren drehen mit 2800 Umdrehungen pro Minute recht schnell, aber das sollte fürs Schleifen vielleicht auch gehen. Bei einen Bekannten aus meinem Tennisklub habe ich jetzt den Einsatz eines alten Frequenzumrichters gesehen. Mit so einem Frequenzumrichter lässt sich die Drehzahl von Motoren beeinflussen, ohne das die Motoren an Leistung verlieren. Einfache Schaltungen oder Baugruppen, die im Internet zu finden sind, die die Drehzahl von Motoren beeinflussen sollen, habe ich mal getestet, aber da wo ich sie angeschlossen habe, war das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Vielleicht klappt das Teil aber an diesem Motor.

Aber richtig in Gang setzte ich den Motor erst wenn ich ihn gut fixieren kann. Ich werde weiter berichten, wenn ich die ersten Tests gemacht habe. Als erstes werde ich mit so einem Motor einen kleinen, kompakten Tellerschleifer bauen, der nicht viel breiter sein wird, als der ganze Motor, die Klettscheibe für das Schleifblatt ist schon angekommen.

Werde weiter berichten bzw. vervollständigen.