Dienstag, 31. Dezember 2024

Jahresrückblick 2024...

... oder was alles geschah! 

In den letzten Jahren gab es immer wieder Höhepunkte und Ereignisse und bewegende Freizeitaktivitäten, aber das Jahr 2024 war wohl etwas besonderes, nicht nur bei den Freizeitaktivitäten. Aber jetzt einmal zu diesen.

Der Januar bescherte uns in der Region ein paar Wintertage, die wir für ausgedehnte Spaziergänge genutzt haben, bis sich dann irgendwann meine Unterschenkel meldetet und es ihm genug war. Neben den kleinen Wanderung hier vor Ort waren wir auch im Hohen Venn und auf dem Struffelt bei Roetgen-Rott - meinem früheren Heimatort -  und haben diese tolle Landschaft von einer ihrer schönsten Seiten gesehen.

Winterwanderung auf den Stegen des Struffelt bei Rott - 20. Jan. 2024 

Ende 2023 hatte ich den Drechsler und Holzwerker Bernd Hamel aus Eitorf kennen gelernt. Dieser Drechsler macht in seiner kleinen Kellerwerkstatt unglaublich hochpräzise "Kunstwerke". Bei unserem ersten Treffen bei einem Weihnachtsbasar 2023 lud er uns ein, ihm einmal in seiner 6qm Werkstatt zu besuchen. Wenn uns so eine Einladung erreicht, dann nehmen wir sie auch an. An einem Samstag im Februar 2024 sind wir dann nach Eitorf an der Sieg gefahren und ich kam aus dem Stauen nicht mehr heraus. 

Bernd Hamel und seine Werkstatt in Eitorf

Was man alles in so einem Keller unterbringen kann, hat mich begeistert. Aber ich bin froh, dass ich in den beiden Aachener Seniorenwerkstätten mehr Platz habe.

Irgendwann im Frühjahr habe dann auch noch mal einen Brotteig angerührt und nach langer Zeit wieder einmal ein Brot gebacken. Dieses Hobby hatte ich lange Zeit brach liegen lassen, aber der Entschluss, das regelmäßig zu machen, ist mal wieder nach hinten verschoben worden.

Roggenmischbrot aus eigenem Ofen

Das Jahr ging turbulent weiter. Neben der Hilfe bei dem Umzug unserer Tochter Jana in Kassel gab es noch einige Wünsche zur Veränderung in der Wohnung. So sollte neben dem bereits vor vier Jahren gebauten Regal für unsere Musikanlage noch ein "Abstandhalter" oder wie ich es denn genannt habe, ein Regalbrett entstehen, das sich zu einer Einheit mit der Regal verbindet.

Ablage und Regal für den Verstärker

In diesem Jahr bin ich aber auch mal wieder neugierig auf für mich neue Techniken in der Holzbearbeitung gewesen, die ich dann bei zwei Projekten angewendet habe. Seit Jahren hat mich schon eine kleine Aufsatzwerkbank nach dem Muster von Adrian Preda fasziniert. Dieses Jahr habe die gebaut, auch wenn sie eigentlich überflüssig ist. Aber die diversen Techniken, die sich hier angewandt habe, waren die Herausforderung. Aus dem Bestand habe ich diverse schöne Hölzer, wie gedämpfte Rotbuche, Esche und Cumarú, für diese kleine Werkbank genutzt. 

Aufsatzwerkbank mit div. Spannmöglichkeiten

Schwalbenschwanzdetail - mein erstes Mal, dass ich diese Technik angewandt habe

Aber dabei ist es nicht geblieben. Zum Geburtstag habe ich einen Karton voll Eichenholz bekommen, aus dem ich natürlich was machen wollte. Seit Jahren haben wir einen kleinen Metall-Beistelltisch. Jetzt hat dieser Tisch ein neues Outfit. Der hat ein Tablett aus Eichenholz, das zum Teil aus dem Geburtstagsgeschenk besteht. Auf den Rest des Holzes warten noch einige andere Projekte - demnächst mehr darüber.

Eichentablett für den kleinen Tisch

Die Herausforderungen für dieses Jahr war aber die Herstellung von Geburtstagsstühlen für Kindertagesstätten der AWO Aachen-Stadt. Früher ist so etwas schon einmal gemacht worden, jetzt haben wir für die neuen Kitas eine neue Serie aufgelegt.

Letzte Handgriffe an den neuen Geburtstagsstühlen

Zum Abschluss des Jahres gab es dann noch den bisher "größten" Wunsch einer Kita: Wir hätten gerne einen Werktisch für unsere Kinder. Dieser wurde dann aus alten Tischen, Betten usw. realisiert.

Kinderwerktisch - fast fertig

Daneben gab es noch die Renovierung der Fassade unseres Wohnprojekts, einen zweiten Umzug unserer anderen Tochter innerhalb von Augsburg, die ein oder andere Unterstützung von Freunden und Bekannten, wenn irgendwo ein "Handwerker" gebraucht wurde und auch noch vieles mehr. 

Aber auch zu Zuhause war ich nicht untätig. Ich habe mich weitergebildet und mich noch tiefer in die Erstellungen von Zeichnungen sowohl für meine Projekte als auch für den 3D-Druck beschäftigt. Auch im Viertel sind wir mit der Vernetzung weitergekommen und ich durfte div. Aktionen in der Nachbarschaft unterstützen. Dadurch habe ich in einer anderen Kellerwerkstatt das erst Mal die Arbeit einer selbstgebauten CNC-Fräse bewundern dürfen, die mir eine Schablone gefräst hat. Ist schon faszinierend und eine tolle Ergänzung für die Holzwerkstatt. Leider braucht so etwas auch viel Platz,.

Es soll mal jemand sag, der Ruhestand sein langweilig. Es ist immer das, was man daraus macht. Ich bin zufrieden mit dem im Jahr 2024 geschafften und freue mich auf Neues in 2025.




Donnerstag, 19. Dezember 2024

Neuer Wunsch auf der Liste - Werktisch

In der neuen Kita "Viktoria" der AWO in der Bismarckstraße hatte die Leitung im November 2024 einen besonderen Wunsch für die Zukunft, als ich den Geburtstagstuhl übergeben habe. Die beiden Leiterinnen wünschen sich für ihre Gruppen einen "Werktisch", haben aber keine Mittel, so etwas zu realisieren. Nach der Wunschäußerung habe ich nur - eigentlich im Scherz - gesagt: "Aber nicht mehr vor Weihnachten, bzw. in diesem Jahr", was uns allen ein Schmunzel ins Gesicht zauberte.

Aber einmal den Stachel gesetzt, habe ich geschaut, was in der AWO Hobbyholzwerkstatt aus den Sammlungen der letzten Monaten in diversen Haushalten, an "brauchbarem" für einen Werktisch vorhanden ist. Wir haben zwei Kiefern-Esstische "gerettet", wir haben ein Hochbett aus Kiefer abgebaut und die brauchbaren Teile gelagert usw.. Aus diesen Teilen wir in der nächsten Zeit ein "kleiner" Werktisch entstehen, der wohl zwar ein Einzelstück ist, aber seines Gleichen suchen kann - so der erste Gedanke im November.

Vielleicht bleibt es nicht bei dem Werktisch, denn es macht mir Spaß auch selber Werkzeug zu bauen - habe dich dann erst einmal gedacht. Mal sehen was es neben Spann-Einrichtungen, Holzhämmer und vielleicht eine Kiste für das Werkzeug noch gibt, wenn wir dann irgendwann mal den Tisch übergeben. Ich habe schon diverse Gedanken, was man mal machen könnte und woran Kinder Spaß haben könnten.

Da mir die Aufgabe aber so interessant erschien, habe ich nicht lange gewartet, sondern sofort die nötigen Teilen zusammengestellt.

Untergestell ist schon mal fertig

Als ersten wurde aus dem Bestand ein Tischgestell so verändert, dass es noch ein zusätzliche Ebene ersten für die Stabilität und zweites für einen Einlegeboden bekommt. Hierzu wurden Hölzer eines Bettgestells gebraucht, was gerade erst die AWO-Hobbyholzwerkstatt erreicht hatte. Auch der noch nicht eingesetzte Zwischenboden sollte aus der gleichen Quelle stammen - was sich dann im Laufe des Prozessen noch geändert hat. Manchmal fügen sich Bedürfnisse und das was vorhanden ist, gut zusammen.

Als nächstes ist nun die passende Tischplatte dran, die schon einige Zeit vorhanden ist, aber noch aufgearbeitet werden muss. Zwischendurch entstehen in der Werkstatt aktiver Seniorinnen und Senioren schon das ein oder andere Zubehörteile.

Die Arbeit an dem ca. 60 cm hohen Werktisch hat so viel Spaß gemacht, dass er nach wenigen Arbeitstagen in der Hobbyholzwerkstatt fast fertig war. 

Werktisch erst einmal in der Grundausstattung fertig

Zum senkrechten Spannen von Holz wurde erst einmal eine einfache Spannzange (Moxon-Vice) aus Buchenholz angebracht. Dafür wurde der Rahmen an dieser Stelle aufgedoppelt und Drehräder aus Buchenholz mit eine 12 mm Gewindestange eingebracht.

Spannzange - sogenanntes Moxon-Vice zum senkrechten Spannen von Holz

In so einer Spannzange kann auch mal etwas schräges eingespannt werden, was sie sehr flexibel macht. Für Material und eventuell Werkzeug wurden zwei Weinkisten mit einem Bügelgriff ausgestattet, die auf der zusätzlichen Ebene unterhalb des Werktisches Platz haben. Der untere Rahmen dient gleichzeitig zur Stabilisierung der gesamten Konstruktion.

Aber der Tisch bekommt im neuen Jahr noch andere Klemm-Möglichkeiten, mehr darüber später. 

Zu erwähnen ist, dass alles, was verbaut wurde aus Spenden von lieben Menschen ist, die sich darüber freuen, dass auf der einen Seite in ihrem Keller etwas mehr Platz ist und auf der anderen Seite, wertvolle Grundstoffe weiter genutzt werden können und andere daran Freude haben.

In diesem Sinne eine schöne Weihnachtszeit.


Update 2024-12-28:
Kleines Schmankerl am Rand:

Vor ein paar Monaten rief IKEA zum 50zigsten Geburtstag in Deutschland die Kunden auf, etwas über ihre Erfahrungen mit IKEA nieder zuschreiben. Dazu habe ich einen Bericht eingereicht. Jetzt kam ein Link zu den Erfahrungen mit IKEA auf der Internetseite von IKEA.

Mein Bericht hat es in diese Zusammenstellung geschafft, was mich sehr freut. Es gab auch ein kleines "Dankeschön" für den Bericht in Form eines Gutscheins. 

Der hier oben in den Bilder gezeigte Werktisch ist genau der Tisch an dem ich vor mehr als 46 Jahren in unserer Küche der ersten Wohnung gesessen habe. Wenn ich mich recht erinnere und die Bilder richtig interpretiere, war das der Tag, als ich mich bei einem Bier mit der Beschreibung der neuen Spiegelreflexkamera beschäftigt habe, die wir vor der Geburt unserer ersten Tochter gekauft hatten. Bea hat wohl die Kamera getestet und ein Bild von mir gemacht. 

Bericht zu 50 Jahren IKEA in Deutschland

Die Tischplatte des andere Tisches oben im Bild, der zu einem Werktisch für eine Kita wird, ist wohl aus der gleichen Serien, war nur vom Vorbesitzer etwas gekürzt worden und hat im letzten Jahr den Weg in unserer Werkstatt gefunden und wurde jetzt weiterverarbeitet. 



Donnerstag, 28. November 2024

Ich war mal ein Küchentisch, ein Regal oder ein Bett und jetzt .....

... so oder so ähnlich könnte die Überschrift eines neuen Projekts in der AWO Hobbyholzwerkstatt heißen. 

Als wir in der letzten Woche Geburtstagsstühle in die Kitas der AWO Aachen gebracht haben, war die Begeisterung sehr groß. 

Drei Geburtstagsstühle für die neuen AWO Kitas - Version 2024
Bildquelle: Peters, R

Die schon lange bestehenden Kitas hatten vor Jahren schon mindestes je einen Stuhl bekommen. Durch die Neueinrichtung von Kitas des Trägers gab in den neuen Kitas noch keine Geburtstagsstühle. Das haben wir zur Freude der Leitungen jetzt endlich ausgleichen können.

Die letzten Teile werden angebracht
Bildquelle: Peters, R 

Es ist immer ein schönes Erlebnis die leuchtenden Augen der Kinder und der Erzieherinnen zu sehen, wenn sie etwas aus unser Hobbyholzwerkstatt der AWO AC-Burtscheid bekommen. Das ist für uns auch immer ein spannender Moment, ob das, was wir übergeben, auch ankommt. Die Geschichte ist aber keine Einbahnstraße, denn meist nehmen wir eine Tüte mit Leckereien, Kaffee und vor allem ein schönes Bild der Kita-Kinder als Dankeschön mit in unsere Gruppe.

Bei diesen Kita-Besuchen und der Übergabe kommen immer wieder Anregungen für nächste Projekte und jetzt komme ich wieder zur Überschrift. Ja auch die Geburtstagsstühle sind aus Holz entstanden, das schon mal ein Leben hatte. Die Beine stammen von einer Buchenholz-Tischplatte, die Sitzfläche und der Rücken aus Kiefern- oder Fichten-Holz waren Regalbretten usw.


Sonntag, 17. November 2024

40 Jahre alt - und immer noch dicht - die Regenjacke von JEANTEX

Immer wieder zieht es mich bei ungewisser Wetterlage oder schon leichtem Regen nach draußen in den nahe gelegenen Aachener Wald, in dessen Nähe wir seit nurmehr 16 Jahren wohnen. Meist habe ich auf dem Weg noch was zu erledigen, bevor ich dann in der Natur meine alte rote Regenjacke "ausführe".

Als ich vor ca. 40 Jahren meine rote Regenjacke der inzwischen nicht mehr aktiver Firma JEANTEX (Auskunft über NORTH DATA) beim Linnicher Sporthaus SCHAAF an der Rurdorfer Straße kaufte, konnte ich nicht ahnen, dass diese Jacke mich immer noch begleitet. Was hat mich der Preis von knapp 200,00 DM damals für rote die Regenjacke mit einer dünnen Fleeceweste, was damals wohl ein ganz neues Gewebe war, geschmerzt.

Wanderung bei Regenwetter im Aachener Wald
Bildquelle: Peters, R

Wenn man das heute nach ca. 40 Jahren, ca. 2200 Wochen und ca. 15000 Tagen mal umrechnet, kommt man auf eine lächerlichen "Tagespreis" 0,013 DM bzw. 0,006 Euro pro Tag. Alle diese Zahlenspiele sind beim heutigen Spaziergang bei Nieselregen und eine kräftigen Schauer im Aachener Wald entstanden. 

Die Regenjacke ist immer noch dicht und schützt mich bisher bei jeder Regenschauer. Bestimmt gibt es heute noch besseren und vielleicht auch atmungsaktivere Materialien, aber alles was ich danach an Regenhosen gekauft habe, war nicht so dicht wie diese Jacke. Dass es diese Marke aber nicht mehr gibt, liegt bestimmt auch an dem Umstand, dass ihre Ware zu lange gehalten hat, wie ich bei jedem Regen feststellen kann.

Hoffentlich reiße ich mir nicht mal eine "Fünf" in dieser Jacke, was mich dann sehr traurig machen würde. Auch wenn ich damals vielleicht ein paar Kilo weniger auf die Wage gebracht habe, die Jacke passt immer noch.

Jentex-Regenjacke aus dem Jahre ca. 1984
Bildquelle: Peters, R


Montag, 11. November 2024

HolzWerken live - und ich war da

Seit ich vor ein paar Jahren ein Abo der Zeitschrift HolzWerken geschenkt bekommen habe, ist der Wunsch vorhanden, mindestens einmal zur jährlich stattfindenden Veranstaltung "HolzWerken live" zu fahren. Ja es kam dann immer anders als gedacht, 2019 passte es zeitlich nicht, dann war immer was Anderes.

Bildquelle: HW - Newsletter vom 29.08.2024

Auch in diesem Jahr, wo die Veranstaltung mit Holzwerkern und Firmenvertreter aus aller Welt und den bekannten Firmen wie SauterShop GmbH, Maschinenhandel Meyer, Drechselbedarf Schulte und vielen anderen in NRW stattfinden sollte, sah ich die "Felle" schon wegschwimmen. Es stand in dieser Woche der kurzfristige Umzug unserer älteren Tochter in Augsburg an. Da aber für uns ab Donnerstag keine richtige Arbeit mehr anstand, sah ich eine Funken Hoffnung am Horizont. Wir waren Freitag wieder in Aachen und so keimte der Entschluss auf, am Samstag doch zur HolzWerken live nach Hamm aufzubrechen. 

Kurzfristig wurden zwei Tickets gebucht. Es folgte noch  Absprache mit unserer jüngeren Tochter, die in Kassel wohnt. Wenn man von Aachen schon mal in Hamm ist, ist es nach Kassel auch nicht mehr so weit. So gab es dann auch noch eine Weiterfahrt nach Kassel.

Am Veranstaltungsort, der Zentralhallen in Hamm, habe ich viele bekannte Gesichter gesehen, die ich eigentlich ja nur aus ihren YouTube-Videos kenne. Ich habe aber auch Menschen getroffen, die ich auch schon mal in ihrer Werkstatt besuchen durfte. Als erstes bin ich natürlich zu Holzkünstler und Erfinder Bernd Hamel gegangen, der am Stand von Maschinenhandel Meyer aus Göttingen seinen Arbeitsplatz aufgebaut hatte.

Bernd Hamel auf der HandWerken live - 08./09.11.2024 in Hamm
Bildquelle: Offizielles Video von HandWerken live 

Bernd hatte neben seine angepassten Drechselbank des englischen Herstellers Record Power auch seinen Record Power Bandsäge mit dem von ihm konzipierten Schiebeschlitten aufgebaut. Dieser patentierte Schiebeschlitten für exakte Gährungsschnitte sucht seines gleichen. Es gibt für alle möglichen Winkelschnitte eine Lösung.

Schiebschlitten für Bandsägen - hier an einer RecordPower Sabre 250
Bildquelle: Offizielles Video von HandWerken live

Kurz darauf traf ich auf dem Stand des SauterShops aus Herrsching den Präsentanten von MicroJig, Woodpeckers LLC und Kreg an einem Matchfit-Arbeitstisch von MicroJig. Bei Mark Owen, der int. Business Präsentant dieser Firmen, haben ich mich eine ganz Zeit aufgehalten und meine Erfahrungen mit den Produkten aus dem Hause MicroJig und Kreg ausgetauscht.

Mark Owen von MicroJig mit dem Matchfit-System
Bildquelle: Offizielles Video von HandWerken live

Es entstand ein munteres Gespräch, in dem ich mal wieder englisch sprechen musste, aber Marc verstand auch Deutsch und so war es nicht allzu schwer für mich. Als ich mit einem anderen Interessenten, der das System gar nicht kannte und ich ihm über meine Erfahrungen mit unserem Tisch berichtete und Bilder zeigte, meinte Mark, ob ich nicht einen Job haben wollte, da ich so überzeugend das Produkt darstellen würde - es war bestimmt ein Scherz, aber es hat mich geehrt.

MicroJig Matchfit in unserer Hobbyholzwerkstatt der AWO Aachen
Bildquelle: Peters, R.

Für das System ist es nicht erheblich, ob die Nuten in einer Siebdruckplatte - siehe oben - oder wie bei uns in einer Multiplexplatte oder gar in einer MDF-Platte ist. Die Platte sollte nur plan und min. 18/19 mm stark sein. Unsere Platte wurde als Aufsatzwerktisch konzipiert, damit ich in einer gewissen Höhe arbeiten kann, denn eine normale Hobelbankhöhe ist für mich zu niedrig.

Einsatz des MicroJig Matchfit-Systems zum Spannen von Werkstücken
sie bieten immer einen sicheren Halt für das zu bearbeitende Werkstück
Bildquelle: Peters, R.

Wenn die Aufsatzwerkbank nicht benötigt wird, kann sei leicht abgenommen und bei Seite gestellt werden. Die Hobelbank steht wieder in gewohnter Weise zur Verfügung. Für die Zukunft planen wir noch eine größere Platte für einen höhenverstellbaren Tisch, an dem wir in der AWO-Hobbyholzwerkstatt sowohl selber, als auch mit den Vorschulkindern, die uns immer wieder besuchen, arbeiten können. Als Basis für so einen höhenverstellbaren Werktisch soll ein (elektrisch betriebenes) Krankenhausbettgestell dienen. Es gibt natürlich auch höhenverstellbare Tische neu zu kaufen, was aber das Budget bei weitem überschreiten wird.

Mal sehen, wann wir mal an ein Bettgestell kommen. Die Fühler sind ausgestreckt, aber durch die Krisen in der Welt werden Krankenhausbetten, so weit sie noch funktionstüchtig sind, natürlich an anderer Stelle dringender benötigt.

Nach einem tollen Besuch bei der HolzWerken live sind wir dann noch nach Kassel gefahren und haben noch eine gute Zeit mit unserer jüngeren Tochter in Kassel verbracht.



Samstag, 19. Oktober 2024

Lochrastermusterplatte fertig

Nachdem ich vor ein paar Wochen neue Einhandzwingen für unserer Senioren-Werkstatt bekommen habe, konnte ich einen lange vorhandene Idee auch weiter verfolgen.

Da die Klemmen nicht nur für Sägeschienen genutzt werden können, sonder auch noch an anderer Stelle Einsatz, wie z.B. bei den Multifunktionstischen (MFT) mit Lochraster Einsatz, finden, habe ich die Planung eines solchen Werkbank-Aufsatz wieder aufgegriffen. Dieser Aufsatz soll ein 96 mm Lochraster mit 20 mm Löchern zum Klemmen von Werkstücken bekommen. Für eine Frässchablone habe ich vor einiger Zeit es schon mal eine Skizze zum Fräsen der Löcher, die dem Modell von Woodpeckers bzw 3x3Custom - Tamar nachempfunden wurde, in OnShape gezeichnet. Die Größe der 9 Löcher 32mm Bohrungen großen passt zum vorhandenen 17mm Kopierring bzw. dem genutzten 5mm Fräser. Wird ein anderer Fräser - z.B. 8mm - genutzt, muss ein anderer Kopierring (20mm) genutzt werden, damit es mit dieser Schablone passt. 

Onshape-Zeichnung eine Frässchablone nach Muster von 3x3Custom - Tamar
Skizze: Peters, R. - onshape

Was vor eine paar Wochen eine Spinnerei war, die irgendwann mal realisiert werden sollte, ist jetzt eine Schablone aus ca. 8,5mm dickem Buchen-Multiplex geworden. Mein Nachbar Wolfgang G. hatte zwar vor einiger Zeit mal erwähnt, dass er eine CNC-Fräse gebaut hat, aber erst jetzt habe ich ihn mal gefragt, ob ich mir das mal ansehen und denn vielleicht auch noch eine Zeichnung mitbringen könnte, die ich gerne gefräst hätte.

Dies ist jetzt realisiert und ich bin begeistert von dieser selbst gebauten CNC-Fräse. Auch wenn der Start zum Fräse etwas holprig war, da die stl-Datei aus OnShape nicht auf Anhieb in dem genutzten Fräsprogramm Estlcam eingebunden wurde, aber irgendwann klappte es doch und das Ergebnis hat mich begeistert. Ich hatte nur beim exportieren, das gleiche gemacht wie beim 3D-Durck. 

Als Wolfgang aber eher per Zufall mal auf die Oberfläche der Skizze geklickt hatten, stand auch die Export-Option "Als DFX/DWG exportieren" zur Verfügung. Danach ging alles wie von Zauberhand. Noch ein Parameter einstellen - Nullpunkt definieren, Materialstärke und Fräserdurchmesser einstellen, Innen fräsen definieren - und schon konnte der 3 mm Fräser, der in einem alten Bosch POF500 eingespannt war, loslegen. Nach ca. 9 Minuten waren alle Löscher exakt gefräst. 

Fräseschablone aus Buchen-Multiplex
Bildquelle: Peters, R

Der Dank geht an Wolfgang, der mir diesen Einblick ermöglicht und sein Zeit geopfert hat.

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Update vom 21.10.2024

Heute habe ich den ersten Test mit der gefrästen Schablone und einem gedruckten Kopierring an mit der Makita Fräse gemacht. Da ich einen 8mm Spiralnuträser anstatt dem ursprünglich angedachten 5 mm Fräser nutzen wollte, war es notwendig einen anderen Kopierring zu nutzen. Der gedruckte 20mm Kopierring hat im Test gut funktioniert. Die Größe des Kopierrings resultiert aus den 32 mm Löchern in der Platte und dem Durchmesser der Spiralnutfräsers - Für ein 20 mm Loch ergibt es sich, aus 32 mm (Loch in der Schablone) - (20 mm Kopierring - 8 mm Fräser) ergibt eine 20 mm Fräsung.

Die Löcher hatten einen Durchmesser von 20 mm, so dass die 20 mm Benchdogs vermutlich saugend reinpassen. Leider hatte ich die nicht zur Hand. Als Alternative habe ich 20mm Rohr verwand, das satt reinging.

Test auf einem 15mm starken Musterstück
Bildquelle: Peters, R

Die Vorlage der Kopierringe stammt aus Thingeverse.com von 

20mm Kopierring für die Makita C0700 Fräse
Bildquelle: Peters, R


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Aussichten: 

Eine Skizze für seinen Aufsatz gibt es auch schon. Mal sehen, wann es denn zur Realisierung kommt. Für dieses Projekt müssen wir neues Material kaufen, da wir das nicht mit unserem gesammelten Holz machen können.

Irgendwann werden wir dann den unten beschriebene Werktisch bauen, aber das ist dann wieder Zukunfstmusik.

Werkbank - modular aufgebaut - mit 96 mm Lochraster und 20 mm Löcher
Skizze: Perters, R. - onshape

So ein Werkbank-Aufsatz hat mehrere Vorteile. Zum einen biete er ein höhere Arbeitshöhe für größere Personen, zum Anderen ist er auch einfach zu verlagern um z.B. ihn auf Arbeitsböcken zu nutzen, da er aus zwei Teile besteht, die zusammengeschraubt werden können ist er leicht zu transportieren. 

Das Grundprinzip wurde vor über 13 Jahren wohl von Ron Paulk auf seinem YouTube-Kanal unter dem Titel "The Ultimate Carpenter's Work Bench" vorgestellt. Über die Jahre gab es viele Ergänzungen und Verbesserungen, die man sich auf dem Kanal von Ron Paulk anschauen kann. Hier gibt es auch die Pläne zum Nachbau auch in mm-Angaben und nicht wie in den USA üblich in Inch.

Hier kommt noch eine andere Überlegung ins Spiel: Hat man genügend Platz, könnte diese Werkbank auf einem höhenverstellbaren Gestell stehen, das auch noch fahrbar ist. Irgendwo habe ich mal gesehen, das jemand das Untergestell eines ausgemusterten Krankenhausbettes genutzt hat, bei dem alles, was nicht unbedingt gebraucht wird, abgebaut/abgeflext wurde. Vielleicht ist das auch eine Option - mal sehen.

Aber das Projekt ist Zukunftsmusik und wartet geduldig auf Umsetzung.



Montag, 7. Oktober 2024

PIHER T-Track Quick Zwinge mit Matchfit kombinieren - geht das?

Ich nutze seit einiger Zeit in einer Seniorenwerkstatt eine Aufsatzwerkbank mit Klemmeinrichtungen, die für das Matchfit-System der amerikanischen Firma Microjig ausgelegt ist. Hierzu habe ich die entsprechenden Originalzwingen und Nutsteine. Darüberhinaus habe ich im Laufe der Zeit noch andere Nutsteine und Drehknöpfe kreiert und als 3D-Druck für spezielle Aufgaben hergestellt. Es ist ein sehr variables System, das wir auch an einer Ständerbohrmaschine und einem Schiebeschlitten der Kreissäge nutzen.

Aufsatzwerkbank mit dem Matchfit-System
Bildquelle: Peters, R

Bei diesem System werden schwalbenschwanzförmige Nuten in eine Platte mit einem speziellen Fräser gefräst, in der dann Schraubzwingen oder andere entsprechende Gegenstück eingeschoben werden können, um etwas festzuspannen.

Bildquelle: Microjig Matchfit

Seit kurzem gibt es neben den Schraubzwingen zum System auch Einhandklemmen mit Ratschen zum feststellen - aber leider zurzeit nur in der USA. 

Ich habe mich gefragt, was gibt es bezahlbares in Deutschland, dass einem das Einspannen leichter macht, ohne an einer Kurbel zu drehen. Ich habe über den Ersatz des Kopf einen Einhandzwinge durch ein 3D-Druckteil nachgedacht, bzw. so etwas mal gedruckt. Die ersten Versuche waren ernüchternd. Es entstehen bei Zwingen schon bei geringem Spannen so große Kräfte, dass man vielleicht eine Führungsschiene festlegen kann, aber das Zwingen eines Werkstücks auf der Werkbank war nicht möglich ohne dass das 3D-Druckteil mit dem von mir verwendeten Filament sofort gebrochen ist. Es gibt vielleicht Filament, die solche Kräfte aushalten kann, aber dieses stehen mir nicht zur Verfügung bzw. mein 3D-Drucker kann dieses Filament nicht verarbeiten.

Jetzt habe ich von der Firma PIHER die T-Track-Quick Einhandzwinge bei Maschinenhandel Meyer auf der Internetseite entdeckt. Diese Einhandzwinge  ist eigentlich für Führungsschienen von Tauchsägen gedacht. Aber auch die Verwendung in Alu C Profil ist möglich. Dank einem glücklichen Umstand liegen uns in der Seniorenwerkstatt seit letzte Woche zwei Paar dieser PIHER T-Track-Quick Einhandzwinge vor.

 T-Track-Quick Einhandzwinge von PIHER - 150 mm lang
Bildquelle: Peters, R

Der erste Versuch sie in meinem Aufsatzwerkbank zu verwenden, war ernüchternd, die Nuten sind zu eng. 

PIHER - passt so nicht
Bildquelle: Peters, R

Die Nut ist am Fuß 12,7 mm weit  (siehe Foto oben) und die Schrägen von jeweils 14 Grad engen natürlich die durchaus sehr flache Zwinge fest, da das Metall rechteckig ist. Irgendwo habe ich aber schon einmal ein Veränderung an solchen Zwingen gesehen, so dass sie in die Schwalbenschwanznuten passt. Kurz nach gemessen, mal mit der Flex an jeder Seite 0,5 mm entfernt und eine leichte Schräge angebracht, das reichte. So wenig wie nötig, aber so viel wie notwendig wurde entfernt. Ein paar Striche mit der Feile um eine saubere Oberfläche zu bekommen und den nächste Test war erfolgreich. 

Leichter Veränderungen lösen das Problem
Bildquelle: Peters, R

Jetzt fluschen die Klemme in die Nut und kann an jede Position auf der Platte geschoben werden. 

Klemmen auf der Werkbank im Matchfit-System
Bildquelle: Peters, R

Der positive Nebeneffekt ist, dass eigentlich "nichts" verändert wurden, sondern die Klemme nach wie vor ihre eigentliche Verwendung nachgehen kann. Der Einsatz an einem Standard Alu C Profil für M8 Muttern und an der Sägeschiene für die Tauchsäge sind weiter uneingeschränkt möglich. 

Probeweiser Einsatz an ein Alu C Profil
Bildquelle: Peters, R

Es ist eine tolle Ergänzung für unsere Seniorenwerkstatt und eine preiswerte noch dazu. Manchmal muss man etwas, was eigentlich nicht geht versuchen um herauszufinden, dass es doch geht.

Fazit: Ja, es gibt auch von anderen Anbietern so etwas ähnliches. Wenn man sich die Einhandzwinge auf der USA-Internetseite von Mircojig Matchfit ansieht, könnte man glauben, die beiden Zwingen kommen aus der gleichen "Schmiede" und der Kunststoff ist nur in eine anderen Farbtopf gefallen.

PIHER - Microjig - Vergleich - Bildquelle: Hersteller Internetseite

Also bin ich froh, diese kleine Veränderung gemacht zu haben und kann die PIHER-Zwingen nur empfehlen. Inzwischen habe ich gesehen, dass es sie Matchfit Grr Klemme auch bei einem großen Anbieter in Deutschland zu kaufen gibt, aber dies zu einem deutlich höheren Preis. War also nicht ein wenig feilen will, ist das Original natürlich die erste Wahl.

Wenn ich das richtig auf der internationalen Seite von Microjig gesehen habe, gibt es jetzt in der USA eine Ratschenzwinge, aber die habe ich in Europa noch nicht im Angebot gesehen. Der Preis liegt in der USA bei über 45.00 Dollar pro Stück.

Samstag, 28. September 2024

Muskatmühle - ma(h)l anders

Ich habe ja schon zwei Muskatmühlen und einige Pfeffermühlen auf der kleinen Jet-Drechselbank hergestellt. Die Mahlwerke der Firma Strässler, die ich bei BALLAS eingekauft habe, sind zwar teurer als die Pfeffermahlwerke, aber auch ganz aus Metall.

Bei den ersten Mühlen habe ich den kompletten Bausatz incl. der Kurbeln verbaut. 

Muskatmühle aus gestockter Birke

1. Muskatmühle (bei uns in Gebrauch) aus Mahagoni-Altholz 

Bei der neuen Variante wird der Schwengel durch ein Drehholz ersetzt, dem der Mitnehmer für die Muskatnuss befestigt ist. Es ist wesentlich einfacher herzustellen, da man beim Drechseln nicht auf eine genaue Höhe achten muss. Es gibt nur zwei Maße zu beachten: Durchmesser am Fuß für die Mühlenplatte und das Maß für das durchgängige Loch. Idealerweise sollte das so groß sein, wie das Maß des Mitnehmers von 22 mm - aber auch größer ist kein Problem, dann muss eben das Drehholz dicker sein.

Muskatmühlen-Trio im Rohbau - Mahlwerke fehlen noch

Jetzt sind drei Mühlen im Rohbau fertig. Es fehlen noch die Mahlwerke, die ich bei meinem nächsten Besuch bei Ballas in Aichach kaufen werde. Dann habe ich wieder ein paar schöne Teile als Geschenk für liebe Menschen.


Dienstag, 10. September 2024

Rohbau der Geburtstagsstühle vollendet

Im letzten Post hatte ich ja das Hockergestell mit den Holzeckverbindungen gezeigt, die ich ausprobiert habe. Heute sind nun die "Geburtstags-Stühle" fertig geworden. Es war noch ein gutes Stück Arbeit, da von den früheren Stühlen nur noch die Schablone des Rückenteils über war. 

 "Geburtstags-Stühle"  im Rohbau - Ausgabe 2024

Jetzt sind die drei Nachbauten der  "Geburtstags-Stühle" erst einmal im Rohbau fertig. In den nächsten Wochen folgen dann noch das Schleifen, das Grundieren mit weißer Farbe und dann der endgültige bunte Anstrich und die Verzierungen mit Ornamenten, ähnlich wie bei der früheren Ausgabe der  "Geburtstags-Stühle".

 "Geburtstags-Stuhl" - Ausgabe 2015 

Zum Abgreifen der Maße hatte ich einen Stuhl von der Kita "ZauberWald" in den Ferien ausgeliehen. Nach fast zehn Jahren in der Einrichtung sah der Stuhl etwas anders aus, als beim Foto von 2015. Der Stuhl gehört bei jedem Geburtstag eine Kita-Kindes zum festen Ritual.

Der "Geburts-Stuhl" Ausgabe 2015 nach fast 10 Jahren in Gebrauch

Erst beim Vergleich beider Bilder ist mir aufgefallen, dass bei dem im oberen Bild zusehen ist, dass die Spitzen der Krone noch rote Kugeln hatten, die vielleicht einen Robin nachahmen sollen. Mal sehen, ob wir so etwas auch wieder aufbringen oder ob wir das weglassen. 

Der "Geburtstags-Stuhl" - Ausgabe 2024 ist an manchen Stellen etwas andere, weil wir mit den Materialen gearbeitet haben, die zurzeit zur Verfügung stand.



Dienstag, 6. August 2024

Test einer Verbindungstechnik

In der neuen Aufgabe der Holzhobbywerkstatt, sollten mal wieder Geburtstagsstühle für neue AWO Kita*s hergestellt werden. So etwas wurde vor Jahren schon einmal gemacht, aber nachdem neue Kindertagesstätten dazu gekommen sind, bestand auch da der Bedarf.

Aus diesem Grund sollte das Projekt Geburtstagsstuhl wieder auferweckt werden. Leider waren nur noch ein paar Vorlagen da, also musst man mal schauen, wie wir aus vorhandenem Material und eventuelle neuen Idee, wieder ein Stuhlmodell auf die Reihe bekommen.

Von einem Kita wurde dann auch mal in der Urlaubszeit ein Modell ausgeliehen und man konnte schauen, was man damals eventuell gemacht hatte. Aber jetzt kommt es zu den Neuerungen. Es wurde eine Technik für die Verbindung der Stuhlbeine und der Querhölzer gewählt, die ich vor einer Zeit in einem Video gesehen hatte:

Die drei Grundhocker im Rohbau

Bei dieser Technik, werden an den Ecken Schlitze geschnitten und dann die Querhölzer eingeleimt.
Entwurf des Kopf eines Beins in onShape

Es war für mich auch das erste Mal, dass ich diese Art der Verbindung getestet habe. Aber nach einem Probestück konnten die zwölf Beine und die Querhölzer so gefertigt werden. Es war etwas Einstellarbeit an der Kreissäge, aber es hat funktioniert.

Eckverbindung aller Teile onShape

Die Teile klemmen sich von alleine und den Rest macht dann der eingebracht Leim. Die Hocker bekamen dann noch eine Querstrebe in der Mitte der Beine - so stehen die Hocker sicher.

Eckverbindung im Rohzustand - Beine Buche - Querhölzer Multiplex

In den nächsten Tagen geht es weiter, denn nach den Ferien bzw. in ein paar Wochen sollen die Geburtstagsstühle an die Kita*s übergeben werden.




Freitag, 21. Juni 2024

Jahrestag - 3 Jahre sind vorbei

Als ich mich am 18.06.2021 mit Schmerzen auf dem Boden und später im Krankenhaus wiederfand, habe ich nicht geglaubt, dass ich heute diese Zeilen schreiben würde.

Meine damalige Brüche am linken Unterschenkel beschäftigen bzw. beeinträchtigen mich immer noch täglich. Es ist nicht immer gleich, aber jeden Tag werde ich an den Tag erinnert, als ich nur beim Rasen mähen an einer kleinen Schräge uns unserem Gemeinschaftsgarten am Wohnprojekt proSUN e.V. weggerutscht bin. 

Mein Schien- und Wadenbein - Mai 2024

Hier in den Aufnahmen kann man deutlich erkennen, dass noch Lücken vorhanden sind, wo der Knochen noch nicht ganz geschlossen ist. Im linken Bild kann man auch erkennen, das das ausgebrochene Dreieck gut liegt.

Die letzte MRT-Aufnahme zeigte immer noch Kanäle der ehemaligen Schrauben, die mein Körper immer noch nicht geschlossen hat. Aber auch die Sensorik ist im gesamten Unterschenkel noch betroffen. Es gibt stellen, die kann ich berühren und merke nicht, dass ich sie berühre. Andere Stellen sind aber so empfindlich, dass eine Berührung sehr unangenehm ist. 

Der behandelnde Arzt hat mir erklärt, dass durch das damalig Einsetzen der Schienen und dann auch das spätere Entfernen nach einem Jahr die Nervenbahnen so in Mitleidenschaft gezogen sind, dass manches vielleicht nicht mehr zurück kommt. Aber genaues kann man hier nicht sagen, da jeden Körper anders reagiert.

Ich habe früher immer gelächelt, wenn ältere Personen sagten: Die Knochen tun mir weh, es gibt anderes Wetter. Inzwischen muss ich um Entschuldung bitten, sollte ich mich darüber lustig gemacht haben, jetzt merke ich auch Wetterwechsel und habe mehr oder weniger Beeinträchtigungen oder unangenehme "Gefühle" am linken Unterschenkel - das nervt, aber ist wohl nicht zu ändern.

Also sag ich mir jeden Tag, Kopf hoch, mach das was geht und lass das andere sein, was nicht geht oder was vielleicht unangenehm werden könnte. Ich vermisse natürlich meine früheren regelmäßigen sportlichen Aktivitäten wie ausgedehnte NordicWalking-Runden, das mehrmalige Tennisspielen in der Woche. Ich freue mich aber auch, dass mir das Fahrradfahren ohne Probleme möglich ist und vor allem, dass ich meiner Leidenschaft in den Hobbyholzwerkstätten der "AWO Aachen-Burtscheid" und von "Engagiert älter Werden" ohne Schwierigkeiten möglich ist.

Zur Vorbereitung von kleinen Projekten verbringe ich natürlich auch so manche Zeit zu Hause am Schreibtisch. Dort entstehen die Zeichnungen für Dinge, die ich oder andere brauchen. Hier steht dann auch der 3D-Drucker mit dem ich Ergänzungen für Maschinen oder andere Teile entstehen.

Beispiel: Box für einen Funkschalter zur Einschaltung von Maschinen

Ich lebe weiterhin nach meinem Motto: Mach es jetzt, hinterher ist es zu spät. 

Samstag, 25. Mai 2024

Büroergänzung fertig

Als in den letzten Wochen mal der Wunsch vom Büro von "Engagiert älter werden" geäußert wurde, ein paar ergänzende Möbelstücke für die Büroausstattung zu bauen, war ich erst einmal skeptisch, aber ich lieber ja Herausforderungen und habe mich diesen gestellt.

Jetzt sind sowohl das "Podest" für einen neuen Drucker als auch die beiden Midi-Tower-Rollis fertig und konnten übergeben werden.

Drucker-Podest in Aktion
 
Zwei Midi-Tower-Rollis
In jedes Teil wurde ein Steckdosenleiste für die Stromversorgung der Geräte anzuschließen, die für den Arbeitsplatz notwendig sind. Die Kabeldurchführung entstand zu Hause als 3D-Druck aus PLA-Filament und besteht aus zwei Teilen, die passgenau zusammengesteckt einen Schutz für Kabel und Hände darstellt.

Kabeldurchführung - zwei Teile

Die Midi-Tower-Rollis sind seitenverkehrt aufgebaut, da sie jeweils einmal links und einmal rechts unter die Schreibtische kommen sollen. Alles wurde aus beschichteten Spanplatten gebaut, die mal was anderes war und sonst im Sperrmüll gelandet wären. Die Teile waren zum an manchen Stellen angeschlagen, aber für diese Kleinmöbel hatten sie genau die richtigen Dimensionen.

Erst auf dem Bild und natürlich im Nachhinein kommt mir der Gedanke, dass ich die Ecken der Bodenplatte vorne auch besser abgerundet hätte, wie ich das auf der zusätzlichen Platte oben, die erst im Laufe des Bausens noch dazu kam. Diese Platte war im ursprünglichen Plan ja noch nicht vorhanden.

Erster Entwurf der Midi-Tower-Rollis

Endgültiger Version Midi-Tower-Rollis

Version zwei als 3D-Skizze des Midi-Tower-Rollis

Alles Skizzen mache ich inzwischen mit dem CAD-Programm onshape, das es in einer kostenlosen Version gibt, die für meine Entwürfe vollkommen ausreicht. Die Zeichnungen werden online im Browser erstellt. Mit jeder Skizze lerne ich mehr von diesem tollen Programm kennen, was mich bei den nächsten Skizzen weiterhilft.