Soweit so gut, aber es gibt sie noch, die stationären Telefone, die mit dem Kabel in der Wand verbunden sind. Für so ein Telefon hätte die ältere Dame gerne ein kleines Pult, damit das Telefon etwas schräger steht und sie den Ziffernblock besser bedienen kann.
Für die jüngeren Leser, ja so hat man früher in den 1970 bis Anfang 2000er Jahren telefoniert. Davor hatten die Telefone Wählscheiben, sogenannte Nummernschalter, da steckte man den Finger in die zu wählende Ziffer 1 - 0 der zu wählenden Telefonnummer und drehte die Wählscheibe bis zu einem Anschlag, ließ los, bis die Wählscheibe zurückgelaufen war und wählte die nächste Nummer. Durch die unterschiedliche Anzahl der Impulse beim Zurücklaufen, wurden in der Zentrale über die Wählertechnik die zugehörige Verbindung gewählt. Das Verfahren hieß Impulswahlverfahren. Diese Verfahren wurde dann irgendwann durch das Mehrfrequenzwahlverfahren abgelöst. Die Wählscheiben-Telefone gab es für die Allgemeinheit von den späten 1940er Jahren bis sie meist durch die oben erwähnten Tastentelefone abgelöst wurden. Das Patent stammt aber bereit aus dem Jahre 1913 und wurde von Siemens & Halske angemeldet.
Näheres über die Technik siehe auch: Nummernschalter (Wikipedia)
Also für ein Tastentelefon sollte ein kleines Pult entstehen. Nachdem ich im Laufe des Gespräches verstanden hatte, was die ältere Dame benötigte, machte ich mir dann eine kleine Skizze, sprach nochmal die Größe ab und legte los.
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Telefon-Pult - 1. Skizze Endmaße sind aber 22 x 16 cm die Höhe der Schräge bleibt gleich woraus sich eine größere Steigung ergibt, die auch gewünscht war. |
Rausgekommen ist kleines Pult, das jetzt das Telefon aufnehmen kann und auch unter dem Telefon noch Platz für Notizbuch und Stift hat.
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Telefon-Pult im Rohbau Material: 15 mm Buchen-Multiplex - früher Regalbrett in einen Spielzeugladen |
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Telefon-Pult mit Tastentelefon an seinem Platz - es passt aber auch auf die Fensterbank |
So kann das Telefon noch viele Jahre seine Dienste leisten.