Jede der drei Lesezeiten, die ich bisher erleben durfte, war anderes. Nicht nur, dass andere Personen mit mir zur Lese auf dem Brühlerhof waren, sondern auch die Bedingungen der Natur sind immer anderes gewesen. In diesem Jahr war es morgens meist sehr kühl und an den letzen Nachmittagen über 20° Celsius, so dass man dann in kurzen Armen arbeiten konnte. Gegen Abend wurde es dann immer empfindlich kühl. In anderen Jahren haben wir direkt am Morgen schon ohne dickes Jacke gearbeitet und am Abend noch lange draußen sitzen können.
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Spätbrugunder mit eine Weinbergschnecke auf dem Stock (kleines braunes Gehäuse) |
Ich, der nur einen kleinen Bruchteil dieses unternehmerischen Risikos in der Lesezeit mitbekommt, kann nur den Hut vor Menschen ziehen, die auf der einen Seite Produkte nach ökologischen Gesichtspunkten erzeugt und immer die Umwelt und die Ressourcen im Blick hat, ob es Wasser, Energie oder anderes Endliche ist.
Jetzt aber zu meiner Zeit auf dem Brühler Hof. Neben der Produktion von ökologisch erzeugten Weinen und Säften werden auf dem Hof auch ein Großteil der für die Mitarbeiter und die Familie benötigten Gemüse, Kürbisse, Kartoffeln oder Obst für die Brotaufstriche erzeugt.
In diesem Jahr wurde neben der Weinlese für Neugierige, Firmenevents, Weinfeste auch noch ein Tage des Erntens durchgeführt. Hierzu hatten sich ca. 20 Personen, zum Teil Familien mit Kindern angemeldet, die gezeigt bekamen, wie Kartoffeln wachsen und wie man sie erntet, das der Kürbis für die Kübissuppe oder für die Kürbisschnitzel nicht im Supermarkt "erzeugt" werden und wie Zuckermais direkt nach der Ernte auf dem Feld schmeckt.
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Erntefest für Groß und Klein - 16.09.2017 - Brühler Hof |
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Kürbis auf einer der Streuobstwiesen Leider diese Jahr keine Äpfel und Birnen (Frost im Blühtezeit) |
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Kartoffel-Spagetti werden vorbereitet und fritiert |
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Leerung des Traubenwagens an der Kelteranlage |
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Die letzten Trauben für mich im Jahr 2017 |
Die "bunte" Truppe bei der Weinlese 2017 auf dem Brühler Hof - im Hintergrund die Ortschaft Volxheim in Rheinhessen |
An zwei Tagen hatte ich auch noch den Gelegenheit Endverbraucher und gewerbliche Kunden des Weinguts kennen zu lernen. Die Auslieferungsfahrten führten einmal über die Eifel, in den Düsseldorfer Raum, nach Unna und dann über Solingen und das Siegerland in den Westerwald. Von dort ging es dann wieder am späten Abend nach Volxheim zurück. Die zweite Tour war dann nicht so kilometerintensiv, da es nur in Bereich Köln, Bonn und abschließend noch mal mit einer größeren Lieferung in den Westerwald nach Altenkirchen ging.
Für mich war bei meiner ersten Ausliefertour vor zwei Jahren schon erstaunlich, dass die Kunden die Wein- und Traubensaftflaschen alle aufbewahren. Dies war auch in diesem Jahr so. Das Fahrzeug war auf der Rückfahrt fasst genau so voll, wie auf der Hinfahrt - nur jetzt gefüllt mit Kartons mit leeren Flaschen. Auch wenn die Sekt- und Seccoflaschen nicht wieder genutzt werden können, werden diese mitgenommen und dann ins Altglas gegeben. Das Wiederbefüllen ist ja im ökologischen Sinne auch gewünscht. Flaschen, die von einem Lohnunternehmer nur gespült werden müssen, verbrauchen erheblich weniger Energie bzw. Ressourcen als neue Flaschen.
Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurze am vergangenen Wochenende war am Samstag und Sonntag für uns Wwoofer keine Lesezeit. Auch die anderen Mitarbeiter waren nicht auf dem Weingut. So nutzte ich die Zeit um jeweils eine Tour mit meinem Tretroller zu machen. Am Freitagnachmittag führte mich meine Tour dann in das Städtchen Bad Kreuznach.
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Nahebrücke mit meinem Crussis-Tretroller |
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Grafit in der Nähe von Idar-Oberstein |
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Wieder zu Hause in Aachen
Nach mehr als drei Wochen Abwesenheit von zu Hause, bin ich jetzt wieder froh in Aachen zu sein. Jetzt geht für mich wieder mein Alltag los. Ab Mittwoch wartet wieder die "Werkstatt aktiver Senioren" auf mich. Jetzt gilt es Etliches für eine Basar im Dezember vorzubereiten. Näheres demnächst. Mein letztes Projekt vor den Ferien war ein voller Erfolg. Der für meinen Enkel zu Einschulung in Bayeren am 12.09.2017 hergerichtete Werkzeugkasten ist schon im Einsatz.
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Werkzeugeinsatz für Systainer 5 für meinen Enkel |
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Werkzeugeinsatz für Systainer 5 für meinen Enkel - Vorderseite mit Schublade für Kleinteile |